Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sorgen Sie für den Ernstfall vor. Die private Vorsorge ist nicht nur “in”, sie ist aufgrund der bestehenden Gesetzeslage auch notwendig. Selbst wenn die Beschäftigung mit diesen Themen aber nicht immer angenehm ist: Am Ende werden Sie das gute Gefühl haben, vorgesorgt zu haben. Hierdurch werden übrigens auch Ihre Angehörigen entlastet, wenn einmal schwierige medizinische Entscheidungen zu treffen sein sollten. Die Patientenverfügung sollte daher immer vorhanden sein. Damit Ihr Behandlungswille respektiert wird, falls Sie sich einmal nicht mitteilen können.

Um Ihrer Patientenverfügung Geltung zu verschaffen und um im Vorsorgefall rechtlich vertreten zu werden, sollten Sie auch eine Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung erstellen. Die Vorsorgevollmacht ist regelmäßig vorzugswürdig, wenn Sie jemanden haben, auf den Sie sich verlassen können. Hierdurch wird die staatliche Einmischung in Ihre Angelegenheiten auf das Nötigste reduziert.

Logo: Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Nicht zu empfehlen ist es, überhaupt keine Vorsorgeverfügungen zu treffen. Dies kann dazu führen, dass völlig fremde Berufsbetreuuer über lebenserhaltene Maßnahmen mitentscheiden.

Welche Folgen es hat, keine Patientenverfügung zu haben, ist nach aktueller Gesetzeslage nicht mehr genau abzuschätzen. Eine Maximalbehandlung mit künstlicher Ernährung und jahrelanges Wachkoma kann die Folge sein. Allerdings ist es ein weitverbreiteter Irrtum, dass ohne Patientenverfügung den lebensverlängernden Maßnahmen immer der Vorzug gegeben wird. Besser Sie entscheiden, als diese Fragen dem Zufall zu überlassen.

Unser Angebot: Basisvorsorge zum günstigen Pauschalpreis!

Bild Preistabelle

* Die Preise verstehen sich inkl. MWSt.

Mit dem Basispaket Vorsorge erhalten Sie alles, was normalerweise für die private Vorsorge notwendig ist. Die Beratung durch uns ist natürlich genauso enthalten wie die sinnvolle Eintragung Ihrer Vorsorgeverfügungen in das zentrale Vorsorgeregister. Außerdem stellen wir Ihnen einen Notfallausweis zur Verfügung, der möglichst immer in der Geldbörse mitgeführt werden sollte sowie einen (EU-) Notfallausweis für das Ausland.

Zusatzleistungen

Weitere Leistungen sind gegen angemessene Zuschläge zubuchbar, bspw. präzise Verträge mit den Bevollmächtigten über ihre Pflichten, die betriebliche Vorsorgevollmacht für Unternehmer, die Kombination von Vorsorgevollmachten mit Betreuungsverfügungen oder die Installation von Kontrollbevollmächtigten. Gerne übernehmen wir die Aufgabe von Kontrollbevollmächtigten auch selbst.

Der Ablauf der Beratung

Illustration Ablauf der Beratung

Ihre Vorteile:

  • Connector.

    Anwaltliche Beratung

    Anwaltliche Beratung zu Ihrer Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und/oder Betreuungsverfügung (in unseren Kanzleiräumen oder telefonisch).

  • Connector.

    Schnelle Erstellung der Vorsorgeunterlagen

    In der Regel vergehen nur einige Tage, bis Sie Ihre anwaltlich geprüften Unterlagen in den Händen halten. In besonders eiligen Fällen können wir die Unterlagen auch schneller zusammenstellen.

  • Connector.

    Eintragung in das zentrale Vorsorgeregister

    Die Angaben zu Ihren Vorsorgeverfügungen hinterlegen wir im zentralen Vorsorgeregister. Auf diese Weise ist für den Eintritt des Betreuungsfalls vermerkt, dass Sie vorgesorgt haben.

  • Connector.

    Fangen Sie sofort an!

    Beginnen Sie direkt und bequem mit der privaten Vorsorge per Online-Fragebogen. Wenn Sie sich an manchen Stellen nicht sicher sein sollten, können Sie diese offen lassen. Wir klären diese dann in einem Beratungsgespräch.

  • Connector.

    Anwaltliche Verschwiegenheit

    Ihre Daten werden verschlüsselt übertragen und unterliegen der anwaltlichen Schweigepflicht.

  • Connector.

    Vollkommene Kostentransparenz

    100%ige Kostentransparenz durch die Vereinbarung einer Pauschalvergütung für uns.

  • Connector.

    Auf Wunsch ärztliche Beratung

    Ärztliche Beratung und Aufklärung zu Ihrer Patientenverfügung am Telefon zubuchbar (Krankenkassen und -versicherungen übernehmen die Kosten für die Beratung zur Patientenverfügung in aller Regel nicht!).

Warum nicht auf Formulare aus dem Buchhandel oder Internet zurückgreifen?

Eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht bzw. Betreuungsverfügung mit Formularen aus dem Buchhandel oder Internet erstellt zu haben, ist in vielen Fällen besser, als keine Vorsorge getroffen zu haben. Aber… die Formulare können natürlich keine Rücksicht auf Ihre individuelle persönliche, familiäre und geschäftliche Situation nehmen und auch keine Fragen beantworten. Den Vorsorgeentscheidungen sollte aber im Idealfall eine gründliche Bestandsaufnahme Ihrer Lebenssituation vorausgehen. Was soll ein Bevollmächtigter bspw. mit dem Gewerbebetrieb anfangen, den Sie führen? Wie kann ein Bevollmächtigter kontrolliert werden und können ihm Pflichten auferlegt werden? An diese Themen haben Sie vielleicht nicht von sich aus gedacht oder Sie haben hierzu oder zu anderen Themen Fragen. Die Investition in eine gründliche Vorsorgeberatung lohnt sich daher für viele und gibt am Ende das gute Gefühl zu wissen, was genau im Ernstfall passieren soll.

Bild von Vorsorgeratgebern aus dem Buchhandel

Die Vorsorge mit Formularen ist in vielen Fällen besser als gar keine Vorsorge. Doch wissen Sie genau, was Sie verfügen?

Begriffserklärungen rund um Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht übertragen Sie einer Person Ihres Vertrauens Entscheidungskompetenzen und verhindern dadurch, dass ein Betreuer gerichtlich bestellt werden muss. Ihr Wille wird damit nicht der staatlichen Überprüfung unterworfen, sondern durch einen Bevollmächtigten wahrgenommen und zwar bspw. auch, um Ihrer Patientenverfügung Nachdruck zu verleihen. Ohne eine Vorsogevollmacht dürfen nämlich selbst Ehepartner diese Entscheidungen nicht für einander treffen. Vielmehr muss vom Betreuungsgericht ein Betreuer bestellt werden. Auch wenn hierbei regelmäßig Ehegatten oder andere nahe Angehörige bestellt werden, unterliegen die Entscheidungen des Betreuers viel weitgehender als die des Vorsorgebevollmächtigen der Kontrolle durch das Betreuungsgericht. Das ist meist nicht im Interesse des Betreuten und erschwert die Tätigkeit des Betreuers.

Ersatz- und Kontrollbevollmächtigte

Ein Ersatzbevollmächtigter sollte für den Fall gewählt werden, dass der Bevollmächtigte ausfällt und ein Kontrollbevollmächtigter hat die Aufgabe, die Tätigkeit des bzw. der Bevollmächtigten zu kontrollieren. In der Praxis vertraut der Vollmachtgeber dem Bevollmächtigten häufig “blind” und ein Kontrollbevollmächtigter wird daher nicht bestimmt.

Betreuungsverfügung

Will man keine Vorsorgevollmacht erteilen, kann man in einer Betreuungsverfügung die Person bestimmen, die das Betreuungsgericht zum Betreuer bestellen oder keinesfalls bestellen soll. Daran hält sich das Betreuungsgericht, solange es keine wichtigen Gründe für ein Abweichen gibt. Gibt es nach Eintritt des Betreuungsfalls weder Vorsorgevollmacht noch Betreuungsverfügung, wird das Betreuungsgericht entweder einen Angehörigen oder anderen ehrenamtlichen Betreuer bestellen oder einen Berufsbetreuer.

Kombination von Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung

Auch eine Kombination von Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung ist denkbar. Beispielsweise können Sie eine Person mit Vertretungsmacht zur Wahrnehmung Ihrer persönlichen und gesundheitlichen Belange ausstatten, für Ihre Vermögensangelegenheiten allerdings nur als Betreuer wählen, um sie durch das Betreuungsgericht überwachen zu lassen.

Patientenverfügung

Die schriftliche Patientenverfügung dient dazu, Ihre Behandlungswünsche für den Fall festzuhalten, dass Sie sich nicht persönlich mitteilen können, bspw. weil Sie nicht ansprechbar sind. Ohne Patientenverfügung erhalten Sie nicht immer die medizinische Maximalbehandlung. Vielmehr entscheiden dann im Zweifel Ihr Bevollmächtigter oder gerichtlich bestellter Betreuer und ggf. das Betreuungsgericht darüber, was Ihr mutmaßlicher Behandlungswille ist. Es wird die Auffassung vertreten, dass der Bevollmächtigter bzw. der Betreuer selbst dann anzuhören ist, wenn Ihre Patientenverfügung ganz konkrete Wünsche für den konkreten Behandlungsfall enthält. Die Umsetzung Ihrer Patientenverfügung sieht wie folgt aus:

Grafik Zusammenspiel Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht bzw. Betreuungsverfügung

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die notarielle Beurkundung von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung notwendig?

Nein, wobei jedoch Ausnahmen gelten. Soll der Bevollmächtigte auch Grundstücksgeschäfte abschließen können, muss die Vorsorgevollmacht notariell beurkundet werden. Dies kann jedoch in einer gesonderten Urkunde geschehen. In besonderen Fällen empfiehlt sich aber auch die vollständige notarielle Beurkundung von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, bspw. um die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers festzustellen. Die von uns erstellten Unterlagen können übrigens ohne Weiteres auch notariell beurkundet werden. Gerne sind wir Ihnen behilflich bei der Organisation.

Auch Banken akzeptieren regelmäßig nur notariell beurkundete Vollmachten. Allerdings ist es kostengünstiger, dem Bevollmächtigten einfach noch in guten Zeiten eine Kontovollmacht zu erteilen. Hierfür gehen Sie am besten zusammen mit dem Bevollmächtigten zu Ihrem Kreditinstitut.

Sinn machen kann die Unterschriftenbeglaubigung durch einen Notar. Der Notar prüft hierbei nicht den Inhalt der Urkunden, sondern beglaubigt lediglich, dass Sie die Verfügungen unterzeichnet haben. Die Kosten hierfür belaufen sich pro Urkunde auf 20 – 70 €. Voraussetzung für die Wirksamkeit von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ist die Unterschriftenbeglaubigung nicht. Noch kostengünstiger, nämlich für 10 €, beglaubigen mittlerweile die Betreuungsbehörden Ihre Unterschrift, allerdings nur unter Ihrer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung, nicht aber unter der Patientenverfügung.

Was ist das Grund- oder Innenverhältnis, von dem häufig bei Vorsorgevollmachten die Rede ist?

Grafik Innen- und Außenverhältnis bei der Vorsorgevollmacht

Die schriftlich abgefasste Vorsorgevollmacht dient dazu, andere von der Vertretungsmacht des Bevollmächtigten zu überzeugen, damit dieser Sie vertreten kann (Wirkung im Außenverhältnis). Wenn Sie wollen, dass sich der Bevollmächtigte an bestimmte Weisungen von Ihnen hält, sollte dies im Grund- bzw. Innenverhältnis zwischen Ihnen und dem Bevollmächtigten geregelt werden. Dieses Innenverhältnis besteht übrigens in jedem Fall, wenn der Bevollmächtigte sich zur Wahrnehmung Ihrer Interessen bereit erklärt. Wenn dies unentgeltlich stattfindet, sind die gesetztlichen Regeln über den Auftrag anwendbar. Will man die Rechte und Pflichten des Bevollmächtigten besonders regeln, sollte man besser schriftlich eine Vereinbarung mit dem Bevollmächtigten treffen, z.B. auch darüber, ab welchem Zeitpunkt der Bevollmächtigte seine Vollmachten nutzen soll. Denn die für den Rechtsverkehr bestimmte und daher Außenstehenden gegenüber im Zweifel vorzulegende Vorsorgevollmacht sollte keine Zweifel über die Wirksamkeit und Umfang der Vollmacht aufkommen lassen und daher möglichst keine Beschränkungen der Vertretungsmacht enthalten.

Wie sollten Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht aufbewahrt werden?

Da die Patientenverfügung im Ernstfall schnell zur Hand sein sollte, an einem zumindest für Ihre Angehörigen zugänglichen Ort. Was die Vorsorgevollmacht betrifft, an einem für den Bevollmächtigten zugänglichen Ort. Ob der Zugang von der Zustimmung einer weiteren Person abhängig gemacht werden sollte, ist eine Überlegung wert. Der Bevollmächtigte sollte eine unterschriebene Kopie Ihrer Patientenverfügung erhalten. Beim zentralen Vorsorgeregister werden übrigens nur die Eckdaten zu Ihren Vorsorgeunterlagen hinterlegt, nicht aber die Unterlagen selbst.

Können Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht später noch verändert oder widerrufen werden?

Ja. Eine Überprüfung der Unterlagen auf ihre “Passgenauigkeit” vor dem Hintergrund von sich möglicherweise verändert habenden Lebensumständen oder -einstellungen sollte daher regelmäßig stattfinden.