Streit schadet dem Unternehmen

Ein Gesellschafterstreit kostet nicht nur Zeit und Geld. Dringen Informationen über Streitigkeiten innerhalb der Gesellschaft nach außen, verunsichert dies Banken und Geschäftspartner. Der Ruf des Unternehmens leidet, in Berlin wie andernorts. 

Mediation ist schnell, günstig und nicht öffentlich

Mediation ist in der Regel das richtige Mittel, um eine Gesellschafterstreitigkeit oder andere interne Konflikte schnell und unter Ausschluss der Öffentlichkeit beizulegen. Natürlich gibt es Ausnahmen von dieser Regel und der Sachverhalt muss immer genau geprüft werden. Doch auch wenn gerichtliche Schritte erforderlich sind (z.B. im Eilverfahren oder um Ausschlussfristen bei der Anfechtung von Beschlüssen der Gesellschafterversammlung oder Hauptversammlung zu wahren) kommt Mediation als zusätzliches Mittel der Streitbewältigung meist infrage. 

Im Gegensatz zum Gerichtsverfahren ist das Mediationsverfahren meistens schneller und kostengünstiger als gerichtlich ausgetragene Streitigkeiten. Bei einer Mediation riskiert zudem keine der Konfliktparteien, dass sie bei einem Rechtsstreit den Kürzeren zieht. Und die Mediation findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Ruf des Unternehmens bleibt damit so gut es geht gewahrt. Denn Geschäftspartner und andere Beteiligte erfahren auf diese Weise häufig überhaupt nichts von Gesellschafterstreitigkeiten...

Ein Gesellschafterstreit kann mittels Mediation nicht nur beendet werden

Mediation zielt auf die Verbesserung der Beziehungen ab. Am Ende eines erfolgreichen Mediationsverfahrens steht eine Vereinbarung zwischen den Konfliktparteien, mit der alle Beteiligten gut leben können. Das heißt nicht, dass am Ende der Mediation nicht auch das Ende der Zusammenarbeit stehen kann. Es bedeutet aber, dass man auch diesbzgl. eine einvernehmliche Einigung über die Konditionen erreichen kann, ohne jahrelange Gerichtsverfahren führen zu müssen, die in fast jeder Hinsicht die Ressourcen belasten.

Viel besser als eine streitige Entscheidung durch ein (Schieds-)Gericht kann eine einvernehmliche Vereinbarung die Grundlage für die Verbesserung der Beziehung bedeuten. Dieses Ziel der Mediation wird auch dadurch ermöglicht, dass die Konfliktparteien ihre Entscheidungshoheit über den Konflikt nicht abgeben. Sie entscheiden selbst, worauf sie sich einlassen wollen. Sie können daher entspannter in ein Mediationsverfahren gehen, als in ein gerichtliches Verfahren und alle Lösungsoptionen in Ruhe überdenken.

Mediation basiert auf dem Grundsatz der Freiwilligkeit. Ohne das Mitwirkung der beteiligten Konfliktparteien kann eine Vereinbarung nicht geschlossen werden und niemand kann zur Fortsetzung eines einmal begonnenen Mediationsverfahrens gezwungen werden. Die auf Grundlage dieser Freiwilligkeit entstandenen Lösungen versprechen daher eine dauerhafte Befriedung des Konflikts.

Anders als im gerichtlichen Verfahren oder bei Schiedsgerichtsverfahren, in denen nur vermögensrechtliche Ansprüche geregelt werden können, kann in Mediationsverfahren auch über nicht justiziable Konflikte gesprochen werden, wie zum Beispiel Interessen-, Ziel-, Rollen- oder Wertkonflikte.  Dies ermöglicht es, die Mediation als geschütztes Forum für die Aussprache zu nutzen, um die Abschlussvereinbarung schließlich auf ein breiteres, vertrauensvolleres Fundament zu stellen.

Mediation ist assistiertes Verhandeln und kein Kaffeekränzchen

Mediation ist ein strukturiertes Verfahren. Der Mediator assistiert den Konfliktparteien dabei, selbst eine Lösung für ihren Konflikt zu erarbeiten. Mediation ist daher assistiertes Verhandeln und kein Kaffeekränzchen.

Die Mediation hat sich als außerordentlich wirksames Verfahren beim Gesellschafterstreit und ähnlichen Konflikten erwiesen, z.B. bei...

  • Streitigkeiten über die Wirksamkeit von Gesellschafterbeschlüssen
  • Pattsituation bei paritätischen Gesellschaften, in denen sich die Gesellschafter gegenseitig blockieren
  • Streitigkeiten über strategische Maßnahmen und im Zusammenhang mit der Geschäftsführung
  • Streitigkeiten über die Gewinnverwendung
  • Abfindungsstreitigkeiten
  • Streitigkeiten wegen der Erbringung der Stammeinlage
  • Streitigkeiten zwischen Gesellschaft und der Geschäftsführung oder anderen Organen der Gesellschaft (Aufsichtsrat/Beirat)
  • Konflikte im Zusammenhang mit Sanierungsmaßnahmen
  • Streitigkeiten um die Unternehmensnachfolge
  • Streitigkeiten wegen der Beteiligung von Investoren
  • Streitigkeiten wegen Unternehmenskaufverträgen

Mischformen des Mediationsverfahrens können bei Gesellschafterkonflikten disziplinierend wirken (MedCon, MedArb)

Obwohl die Mediation grundsätzlich gut geeignet ist, gesellschaftsrechtliche Konflikte beizulegen, kann es hilfreich sein, wenn sich die Parteien einem gewissen zeitlichen Druck aussetzen. Deshalb sind auch Mischformen der Mediation mit anderen Verfahren denkbar. Beispielsweise kann vereinbart werden, dass der Mediator nach einer gewissen Zeitspanne (z.B. einem Monat), in der keine einvernehmliche Lösung erreicht werden konnte, zum Schlichter wird. Als Schlichter wird er dann eigene Vorschläge zur Beilegung des Konflikts einbringen (MedCon = Mediation + Conciliation).

Auch können dem Mediator noch weitergehende Befugnisse eingeräumt werden. Der Mediator kann dann sogar als Schiedsrichter wirken, dessen Schiedsspruch dann für die Parteien verbindlich ist bzw. verbindlich wird, sofern nicht innerhalb einer bestimmten Frist gerichtliche Schritte eingeleitet werden (MedArb = Mediation + Arbitration).

Gerne erläutern wir Ihnen die Möglichkeiten und Vorteile eines Mediationsverfahrens bei einem Gesellschafterkonflikt in einem persönlichen Gespräch!

(C) Foto: depositphotos

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Daniel Steltzer, LL.M.
Rechtsanwalt und Mediator

“Ich glaube an die Mediation als optimales Mittel zur Streitbeilegung und unterstütze auch Sie gern bei der Lösung Ihres Konflikts!”

Als zertifizierter Mediator bringt Herr RA Steltzer auch den idealen juristischen Hintergrund mit, um in der Mediation erarbeitete Lösungen vertraglich festzuhalten. Denn er verfügt über mehrere Jahre Berufserfahrung als Rechtsanwalt im Wirtschaftsrecht (Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Insolvenzrecht) sowie im Erbrecht und versteht daher die juristischen Dimensionen von Gesellschafterkonflikten besonders gut.

Rufen Sie uns gerne für ein unverbindliches Informationsgespräch an!

(030) 92351504


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